Bericht Jahreshauptversammlung Albverein Münsingen 2026

(21.02.2026 – Kleintierzüchterheim Münsingen)

Wechsel an der Vereinsspitze beim Albverein Münsingen

Die Jahreshauptversammlung des Albvereins Münsingen für das Vereinsjahr 2025 fand in diesem Jahr wieder zusammen mit dem gemütlichen Beisammensein statt. Zu Beginn der Veranstaltung hatte die Vorstandschaft zu einer Kaffeerunde eingeladen. Wie immer gab es dazu von der Belegschaft des Kleintierzüchterheims selbstgebackenen leckeren Kuchen.

Der erste Vorsitzende Gerhard Lamparter konnte zu diesem Nachmittag 34 Vereinsmitglieder, Gauobmann Werner Schrade und einige Gäste begrüßen. Unter ihnen waren auch einige Mitglieder welche für langjährige Mitgliedschaft im Verein geehrt wurden.

Nach der Totenehrung, es verstarben im letzten Jahr insgesamt 7 Mitglieder, wurde durch den 2. Vorstand Werner Goller der Rechenschaftsbericht vorgetragen. Er gab einen Rückblick auf die im vergangenen Jahr durchgeführten Wanderungen und Veranstaltungen. Eingebaut in seinen Vortrag hatte er die entsprechenden Bilder von den einzelnen Unternehmungen.

Es folgten dann noch Kurzberichte zu den Finanzen des Vereins und über die Kassenprüfung sowie die einstimmige Entlastung der gesamten Vorstandschaft, welche von Gauobmann Werner Schrade mit einem kurzen Grußwort vorgenommen wurde.

Die Ehrungen von insgesamt 32 Personen für langjährige Mitgliedschaft im Albverein sind immer ein wesentlicher Bestandteil einer Jahreshauptversammlung. In diesem Jahr konnte Heinz Bopp für die seltene Mitgliedsdauer von 80 Jahren geehrt werden. Gerhard Lamparter und Werner Schrade bedankten sich bei allen zu Ehrenden auch im Namen des Hauptvereins und überreichten allen eine Urkunde und ein kleines Geschenk.  (Namen siehe Liste unten).

Ein ganz wichtiger Tagesordnungspunkt in dieser Versammlung war die Neuwahl der gesamten Vorstandschaft. Gerhard Lamparter ist aus persönlichen Gründen nach über 20 Jahren Vorstand in der Ortsgruppe Münsingen zurückgetreten. Mit  Marion Pfleiderer konnte glücklicherweise eine Nachfolgerin gefunden werden und somit ein entscheidender Generationswechsel an der Spitze der Ortsgruppe stattfinden. Marion Pfleiderer sowie alle anderen seitherigen Mitglieder in der Vorstandschaft wurden von der Versammlung einstimmig gewählt. Der scheidende Vereinsvorstand Gerhard Lamparter bedankte sich ganz herzlich bei seiner Nachfolgerin für die Übernahme der Vereinsspitze, wünschte ihr alles Gute für ihr neues Amt in der Ortsgruppe und sagte ihr die Unterstützung seinerseits und die der gesamten Vorstandschaft zu und überreichte ihr als Dank einen Blumenstrauß.

Foto: Die neue 1. Vorsitzende der OG Münsingen des SAV, Marion Pfleiderer mit ihrem Vorgänger, Gerhard Lamparter.

Anschließend bedankte sich Stellvertreter Werner Goller bei Gerhard Lamparter für sein langjähriges Engagement für den Schwäbischen Albverein. Als besonderen Dank und Anerkennung für sein selbstloses Mitwirken hat der Ausschuss beschlossen, Gerhard Lamparter zum Ehenmitglied in der Ortsgruppe Münsingen zu ernennen. Zusammen mit einem Geschenk und einem Blumenstrauß wurde Gerhard Lamparter in den Vereinsruhestand verabschiedet.

Die Veranstaltung wurde musikalisch von Thomas Kaiser und Andreas Wittich bekleidet. Zum Abschluss hat die Ortsgruppe noch alle Besucher zu einem gemeinsamen Vesper eingeladen.

 

Liste der Geehrten für langjährige Mitgliedschaft:

Für 25-jährige Mitgliedschaft

Sigrid und Ulrich Lokowandt, Johannes Pfleiderer

Für 40-jährige Mitgliedschaft

Werner Gekeler, Frieder Hardter, Hilde Mutschler, Hans Reusch, Anton Theiner

Für 50-jährige Mitgliedschaft

Elle Brändle, Maria Gut, Birgit Hartwig, Rolf Keller, Sabine Kieschnick, Karin und Kurt Lamm

Für 60-jährige Mitgliedschaft

Günter Dizinger, Doris Goller, Ruth Kinzelmann, Rolf Münz, Horst Napowanez, Hans-Willi Schwenk, Inge Täubner, Ulrich Zerweck

Für 70-jährige Mitgliedschaft

Richard Bückle, Inge Zerweck

Für 75-jährige Mitgliedschaft

Rolf Heide, Margit Reusch, Paul Ruß, Anneliese Schnizer, Lore Schrade, Helene Walter

Für 80-jährige Mitgliedschaft

Heinz Bopp

 

„Der Ruf der Wildnis“ – Kanutour auf dem Yukon-River

Ein eindrucksvoller Bildvortrag über eine außergewöhnliche Kanutour auf dem Yukon-River interessierte zahlreiche Besucher. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Schwäbischen Albverein Münsingen. Werner Goller war bereits im vergangenen September auf diese Abenteuertour im Alb Boten aufmerksam geworden. Über viele Wochen hinweg stand er dann im intensiven Kontakt mit Jürgen Marschinke, dem Organisator dieser außergewöhnlichen Kanutour. Er kommt aus der Nähe von Gießen und hat der seinen Erlebnissen in der Wildnis Kanadas berichtet.

Das Interesse war groß: Insgesamt 135 Besucherinnen und Besucher kamen, um die faszinierenden Eindrücke dieser besonderen Reise zu erleben. Jürgen Marschinke schilderte eine Kanutour mit sechs Teilnehmern auf dem legendären Yukon-River – einer Region, die für ihre unberührte Natur, ihre Geschichte und ihre Tierwelt bekannt ist. Mit drei Kanus und dem Versprechen „Einer für alle, alle für einen“ begann die mehrtägige Expedition. Mit dabei waren auch zwei Älbler, Günter Eisenhart aus Münsingen und Albrecht Theurer aus Mehrstetten.

Der Yukon-River ist ca. 3000 km lang, liegt ganz im Westen Kanadas, durchfließt dann Alaska und mündet ins Bering-Meer. Das Yukon-Territorium ist etwa doppelt so groß wie Deutschland, zählt aber nur 45.000 Einwohner.  Die Teilnehmer benötigten für ihre ca. 400 km lange Flussfahrt 13 Tage. Für diese Zeit mussten sie die gesamte Verpflegung selbst mitführen. Unterwegs gab es keine Möglichkeiten für Einkäufe. Täglich galt es, geeignete Plätze für das Camp zu finden und sich den Herausforderungen der Wildnis zu stellen.

Auf dem Fluss herrschte dabei eine besondere Disziplin: Während des Paddelns wurde nicht gesprochen, um die Natur und die Tierwelt entlang des Flusses bewusst wahrzunehmen und mögliche Gefahren rechtzeitig zu erkennen.

Die Gruppe erlebte zahlreiche Begegnungen mit Wildtieren. Dazu gehörten unter anderem ein Schwarzbär im Uferbereich und einer, der etwa zwei Kilometer die drei Kanuboote begleitete, eine Elchkuh mit ihrem Kalb sowie ein Luchs. Auch Weißkopfadler konnten die Abenteurer beobachten. Besonders beeindruckend waren auch die Warnhinweise über den Vielfraß – ein Tier, welches nur „tötet um zu töten“ und dem in der Wildnis mit großem Respekt begegnet wird und das unter Abenteurern einen legendären Ruf besitzt.

Entlang des Yukon-Rivers stießen die Kanufahrer zudem immer wieder auf verlassene Stationen und verfallene Blockhütten aus der Zeit der Goldsucher. Diese stummen Zeugnisse erinnerten an die harte Vergangenheit der Region und vermittelten einen Eindruck davon, wie beschwerlich das Leben während des Goldrausches gewesen sein muss.

Der Vortrag bot den Zuhörern spannende Einblicke in eine Welt fernab der Zivilisation – eine Welt, in der Natur, Ruhe und Abenteuer noch unmittelbar erlebt werden können. Die beeindruckenden Bilder und lebendigen Schilderungen machten deutlich, warum der Yukon-River für viele als Sinnbild für den „Ruf der Wildnis“ gilt. Dieser Reisebericht erzählte nicht nur von Landschaften. Er erzählte auch von Mut sich auf das Unbekannte einzulassen, den Komfort hinter sich zu lassen und sich auf die Kraft und die Vorgaben der Natur zu konzentrieren.

Werner Goller bedankte sich zum Abschluss bei den interessierten Besuchern fürs Mitreisen in eine Wildnis, die man wirklich im Saale spüren konnte – und natürlich besonders bei den Abenteurern und den Referenten Jürgen Marschinke, die diese aufregende Kanutour auf sich genommen haben.